Ein frühlingshafter Sonntag weckt uns Mitte April, so gegen 09:00.
Das Wetter: sonnig, aber kühl. Wenn wir in der Früh das Fenster öffnen ist es aber tatsächlich meist so, dass wir von einer frischen Brise begrüßt werden. Die Bergluft ist doch etwas kühler, fast schon ungewohnt für uns Flachländler.

Zu dieser Zeit planen wir dann meistens unseren Tag. Wir wollen mit dem Auto zum rund 30 Minuten entferten Ossiacher See (Kärnten, Ö). Hier soll es einen Wanderweg durch eine kleine Schlucht geben, der – so hoffen wir – auch familienfreundlich ist.

Also packen wir unseren Rucksack – meist reicht uns einer. Da wir heute über Mittag unterwegs sein werden und keine Hütte am Weg liegt, packen wir etwas mehr Proviant ein. Was genau da rein kommt kann sicher einen extra Blogartikel füllen – und das wird es sicher bald auch tun 🙂

In Rappitsch am Ossiachersee suchen wir uns einen Parkplatz und werden auch gleich vorm „Fischerstüberl“ fündig. Da wir unsere Wanderung hier aber Ende der Corona-Zeit gemacht haben und die Gastronomie damals noch nicht geöffnet hatte, kann ich diesen Parkplatz in „Normalzeiten“ nicht empfehlen. Wenige Meter weiter finden wir auch auf Anhieb den Einstieg zum Weg. Die gelben Hinweisschilder, die vermutlich in ganz Kärnten Wanderern den Weg zeigen, helfen auch uns dabei, die richtige Richtung einzuschlagen. 

Der Weg führt uns entlang eines kleinen Baches, der Anstieg noch sehr moderat. Bereits auf den ersten Metern gibt es viel zu entdecken und gerade mit Kindern sollte man hier vielleicht etwas mehr Zeit einplanen. 

Weiter geht es dann bereits etwas steiler gleich direkt in die „Schlucht“ hinein. Ein umgedrehtes „Wintersperre“-Schild und ein kurzer Blick nach oben lässt uns erahnen, dass es wohl gleich nicht mehr so flach weitergehen wird. 

Nach rund 1,5 Stunden über Stock und Stein kommen wir oben an. Der Ossiacher Tauernsee entschädigt für den, vielleicht doch etwas anstrengenderen Anstieg. Unser Picknick fällt leider nicht allzu lang aus, wir von einer Regenwolke überrascht werden. Bei Nieselregen machen wir uns an den Abstieg, diesmal aber entlang der Forststraße – die Schlucht abwärts trauen wir uns dann doch noch nicht zu. 

Alles in allem eine wirklich traumhafte Wanderung!

Das Highlight für die Kinder: Zwei Feuersalamander die unseren Aufstieg kreuzten. 

Zu Empfehlen ist der Weg – abhängig von der Kondition und der Bewegungsfreudigkeit eurer Kinder – ab ca. vier bis fünf Jahren. Festes Schuhwerk ist aber ein absolutes Muss, da die Felsen und Wurzeln teilweise recht feucht und rutschig sind. 

Den genauen Weg findet ihr hier:
Ossiacher Schluchtenweg (Google Maps)